So ein Huhn lebt gefährlich

So ein Huhn lebt gefährlich

Unser Hühnerhäuschen hat sich inzwischen auch sicherheitstechnisch bewährt. Während der komplett eingezäunte Auslauf täglich sehr dicht von Greifvögeln überflogen und mit bemerkenswerter Ausdauer nach Schwachstellen abgesucht wird, gab es jetzt sogar einmal nächtlichen Raubtierbesuch, bei dem sich dann auch unser mobiles Hühnerhäuschen zum Glück als bislang unbezwingbar erwiesen hat. Dafür hat es die Damen unseres Nachbarn ganz bös erwischt, denn da stand die Hühnerhaustür über Nacht zum Lüften einen kleinen Spalt offen und die Gelegenheit hat der Bösewicht genutzt, sich irgendwie hinein zu quetschen und ein absolutes Massaker anzurichten. Als ich am nächsten Morgen überrascht Tatzenabdrücke an unserem Hühnerhäuschen entdeckte, bestaunten derweil unsere irritierten Hunde nebenan die blutigen Indizien des nächtlichen Gemetzels. Von den armen Damen hat letztlich keine einzige die Nacht überlebt. Ganz schlimm.

Jedenfalls sind unsere anfänglichen Bedenken, dass unser Hühnerauslauf vielleicht nicht ausreichend groß genug sein könnte, inzwischen der Erleichterung ob der im Härtetest überprüften Sicherheit gewichen. Lieber frisch, grün und etwas klein – aber dafür alle darin noch lebendig. Tatsächlich scheinen unsere wackeren Damen recht zufrieden mit ihrem kleinen, immergrünen Auslauf zu sein und zeigen sich ansonsten auch völlig unbeeindruckt von der Gefahr, die täglich über ihnen kreist und sie wenigstens einmal nachts auch um-kreist hat. Jeden Morgen hüpfen sie absolut unbeschwert der Sonne und dem neuen Tag entgegen und machen sich mit Feuereifer daran, das Grün unter ihren Füßen in zwei Tagen einmal komplett abzumähen. Dafür belohnen sie unseren dementsprechend hoch frequentiert betriebenen Aufwand, nach zwei Tagen die ganze Stellage auf das nächste Stückchen Grün umzusetzen, mit Zutraulichkeit und jeder Menge fantastischer Bio-Eier. Unsere kleinen, gefiederten Frohnaturen. Ich hoffe, das können wir ihnen noch lange so erhalten und was auch immer da sein Unwesen getrieben hat – (die Meinungen gehen auseinander, was es war, momentan liegt die Vermutung „Waschbär“ ganz vorne) – beißt sich auch künftig die Zähne an unserem kleinen Fort Knox aus.

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